Die FCI im Zuge der Modernisierung

Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) ist eine mehr als 100 Jahre alte Organisation. Tatsächlich wurde sie 1911 gegründet und feiert dieses Jahr ihr 103-jähriges Bestehen. Heute gehören ihr 89 Mitglieder (Länder) an. Verschiedene Standpunkte miteinander in Einklang zu bringen und von der Allgemeinheit (bzw. der Mehrheit) akzeptierte Lösungen zu finden, ist nicht immer einfach.

Alle Mitglieder haben ihre eigenen Strukturen, Traditionen oder Gegebenheiten – und das in wirtschaftlicher, gesellschaftlicher oder, wie in unserem Fall, kynologischer Hinsicht.

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Y. De Clercq
Exekutivdirektor der FCI
Der Kroatische Dachverband (Hrvatski Kinološki Savez) stellt sich vor

Der Hrvatski Kinološki Savez (HKS) ist der oberste kroatische Hundeverband auf nationaler Ebene. Er wurde 1891 aufgrund der Nachfrage in der Gesellschaft nach professionellem und systematischem Engagement für Hunde gegründet. Heute setzt er sich aus 137 Mitgliedern zusammen; Hunde- und Rassezuchtvereine aus ganz Kroatien. Der HKS ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, deren Hauptziele in der Förderung der Kynologie durch reinrassige Hundezucht, der Vorbereitung und Ausrichtung internationaler Veranstaltungen mit anderen kynologischen Organisationen weltweit, der Förderung der Hundegesundheit und der Verbesserung der Mensch-Hund-Beziehungen sowie in der Anerkennung und dem Schutz der Rechte seiner Mitglieder liegen.
Der HKS stellt weltweit anerkannte Ahnentafeln aus und setzt sich für die Ausbildung von Richtern gemäß den FCI-Regelungen ein.
Der Kroatische Hundeverband ist, gemäß dem Jagdgesetz und dem Tierschutzgesetz der Republik Kroatien, berechtigt, die jagdliche Brauchbarkeit von Jagdhunden zu bescheinigen oder Tests und Verhaltensprüfungen durchzuführen, welche für die Haltung bestimmter Hunderassen erforderlich sind.
Jährlich werden über 12.000 Welpen in das kroatische Zuchtbuch eingetragen. Mehr als 20 % der Welpen gehören einheimischen kroatischen Rassen an.
Der Kroatische Dachverband ist besonders stolz auf die einheimischen Hunderassen und widmet ihnen besondere Aufmerksamkeit. Das ist an den zahlreichen Vorteilen bei Veranstaltungen und in der Zucht zu erkennen sowie an der regelmäßigen Vorstellung an großen internationalen Hundeveranstaltungen.
Der Kroatische Dachverband und seine Mitglieder organisieren jährlich über 500 Veranstaltungen, darunter mehr als 50 mit internationalem Format.
An den internationalen Hundeausstellungen in Kroatien nehmen jährlich zwischen 15.000 und 20.000 Hunde teil. Die Ausstellungen sind sehr international, mit Ausstellern aus über 30 Ländern.

GESCHICHTE

Wurzeln der Kynologie in Kroatien
1891 – Anfänge der organisierten Kynologie in Kroatien mit dem Beitritt des Allgemeinen Kroatischen Vereins zum Schutz der Jagd und Fischerei zum Österreichischen Rassehund-Verein in Wien
1897 – Gründung der Zuchtbuchkommission
05.-07. September 1906 – erste Hundeausstellung in Zagreb. Einen Tag nach der Ausstellung, am 08. September, erste Prüfung für Erdhunde
01. Oktober 1925 – Gründung des Jugoslawischen Hundeverbands (JKS), der am 25. Februar 1929 Mitglied der FCI wird
1927 - Gründung der kynologischen Organisation «Society of Dog Friends» („Verein der Hundefreunde“ in Zagreb, der 1932 die erste Hundezeitschrift in Kroatien mit dem Titel „Unsere Hunde“ herausgibt.
28. August 1948 – Gründung des Kroatischen Kynologenverbands in Zagreb.
09. Januar 1950 – Einführung von Sektionen für Richter und Nachwuchsrichter
01. Juli 1953 – erste Ausgabe der Zeitschrift ‚Moj pas’ („Mein Hund“), bis heute die offizielle Zeitschrift des Kynologenverbands.
1954 – Gründung von Rassevereinen, statt Sektionen für Hundegruppen, bedingt durch die Entwicklung der kynologischen Veranstaltungen und des Anstiegs in der Anzahl der Rassen und Hunde. Beginn der modernen Kynologie.

Moderne Kynologie
1980 – die 3. Weltmeisterschaft für Vorstehhunde findet in Umag statt
1982 – der Kroatische Kynologenverband veröffentlicht das erste Regelwerk für Fachkompetenz im Hundesport, Einführung der Zuchtüberprüfungen für alle Sporthunderassen.
1985 – 8. Jagd-Weltmeisterschaft in Umag
02. September 1990 – Dipl.-Ing. Marko Medar wird zum Präsidenten des Kroatischen Kynologenverbands gewählt

Dipl.-Ing. Marko Medar, damaliger Präsident des HKS

März 1991 – der Kroatische Kynologenverband wird umbenannt und erhält seinen heutigen Namen – Hrvatski Kinološki Savez
September 1991 – Entschluss zur Trennung vom Jugoslawischen Hundeverband
28.-30. September 1991 – erster Auftritt der kroatischen Nationalmannschaft als unabhängiges Land bei der 13. Weltmeisterschaft für Vorstehhunde in Alessandria (Italien). Zum ersten Mal in der Geschichte wird die Siegerfahne der kroatischen Mannschaft bei einem internationalen Hundewettbewerb gehisst. Herr Hari Herak wird mit seinem Deutsch Kurzhaar Eros di San Foran unser erster Weltmeister und die kroatische Nationalmannschaft holt den Sieg in der Mannschaftswertung für kontinentale Vorstehhunde.

Nach der Unabhängigkeit
April 1992 – 1. Nationale Hundeausstellung in Zagreb. Sie läuft unter dem Motto „Für Kroatien“ und die gesamten Einnahmen der Ausstellung werden für die Ausbildung von Hunden für die Militärpolizei der kroatischen Armee verwendet.
1992 – der Kroatische Hundeverband wird Mitglied der FCI bei der Generalversammlung in Zürich
Juni 1992 – Ausstellung der ersten neuen Ahnentafel durch den Kroatischen Hundeverband
September 1995 – erstmalige Teilnahme der kroatischen Nationalmannschaft am Europapokal für Laufhunde, 1. Platz in der Mannschaftswertung.
März 1996 – Cup of Nations „For Peace and Friendship“(FITASC) in Umag mit über 500 Teilnehmern
1999 & 2002 – Kroatien ist erneut Gastgeber wichtiger kynologischer Veranstaltungen: die Weltmeisterschaft für Vorstehhunde und der St. Hubertus Cup in Umag (1999) und Zadar (2002)
30. Mai 1999 – Kroatien wird die Schirmherrschaft für die Standards der Kurzhaarigen Istrianer Bracke und der Rauhhaarigen Istrianer Bracke sowie für den Dalmatiner zuerkannt. Das ist ein wichtiges Datum für Kroatien, da der FCI-Vorstand an diesem Tag bei seiner Sitzung in Mexico City beschließt, dass Kroatien als das Herkunftsland dieser Rassen anzuerkennen ist.
2003 – Bei der Europäischen Hundeausstellung in Bratislava erzielt der American Staffordshire Terrier Milwaukee de Ngorongngorong, der von dem Kroaten Gordan Bajraktarevic gehalten wird, einen großen internationalen Erfolg und gewinnt den BIS-Titel
2003 – Bei der Generalversammlung der FCI-Sektion Europa wird Kroatien mit der Ausrichtung der Europäischen Hundeausstellung 2007 beauftragt

BIS – Europäische Hundeausstellung 2003 Bratislava

2004 – der langjährige Präsident des Kroatischen Hundeverbandes Dipl.-Ing. Marko Medar verstirbt. In der Geschichte des Kroatischen Hundeverbandes wird er – unter anderem – für folgende Errungenschaften während seiner Amtszeit in Erinnerung bleiben: der Kroatische Hundeverband ist eine unabhängige und von der FCI anerkannte Organisation geworden, mehrere Jagdhundrassen – darunter der Dalmatiner – wurden als einheimische kroatische Rassen anerkannt.
Juni 2004 – Wahl des neuen Präsidenten des Kroatischen Hundeverbandes Dr. med. vet. Damir Skok in den Vorstand der FCI-Sektion Europa

Die vergangenen 10 Jahre
2005 – die kroatische Nationalmannschaft der Rettungshunde wird Weltmeister bei der 2. Weltmeisterschaft für Rettungshunde in La Grande Motte (Frankreich)

kroatische Nationalmannschaft der Rettungshunde

Oktober 2005 – Herr Hari Herak wird mit seiner Deutsch Kurzhaar Hündin Rina Pradelinensis Weltmeister in der Einzelwertung bei der Weltmeisterschaft für Vorstehhunde in Vildbjerg (Dänemark)
22. Februar 2006 – die 6. einheimische kroatische Rasse, der Tornjak, wird in der Sitzung des FCI-Vorstands in Madrid unter der Bezeichnung „bosnisch-herzegowinisch-kroatischer Schäferhund Tornjak“ vorläufig anerkannt. Kroatien und Bosnien-Herzegowina teilen sich die Zuständigkeit für den Standard.

September 2006 – kroatische Agility-Vertreter gewinnen den Mannschaftstitel in der Kategorie „Large (L) “ bei der Weltmeisterschaft in Basel, Schweiz

Weltmeister – kroatische Nationalmannschaft der Agility-Hunde

08.-10. Juni 2007 – der Kroatische Hundeverband richtet die Europäische Hundeausstellung aus. Veranstaltungsort ist Zagreb. Erstmalig findet die Europäische Hundeausstellung in dieser Region statt.

Europäische Hundeausstellung, Zagreb, 08.-10.06.2007

2007 – Ana Viller belegt den 2. Platz bei der Weltmeisterschaft für Rettungshunde (in der Kategorie Flächensuche) in Österreich.
2008 – Veröffentlichung des Buches „Croatian Kennel Heritage“ von Boris Spoljarić durch den Kroatischen Hundeverband.
2008 – erneuter Erfolg von Ana Viller: 2. Platz bei der Weltmeisterschaft für Rettungshunde (in der Kategorie Flächensuche) im kroatischen Samobor.
2008 – die Weltmeisterschaft für Vorstehhunde und der St. Hubertus Cup finden erneut in Kroatien, in der Nähe von Zadar, statt. Davor Gmižić wird Weltcupsieger im St. Hubertus Cup und die kroatische Nationalmannschaft belegt den 2. Platz. Die Nationalmannschaft für kontinentale Vorstehhunde zieht nach und landet ebenfalls auf dem 2. Platz. Beim Mediterranean Cup holt Hari Herak den 1. und 2. Platz im Wettbewerb der kontinentalen Vorstehhunde und verhilft somit auch der Mannschaft zum Sieg
Mai 2009 – die wichtigste Zuchtausstellung für einheimische Rassen findet erstmalig in Varaždin statt. Die Veranstaltung wurde auch zur Qualifizierungsausstellung für die Wahl des HKS-Vertreters bei den damaligen Welt- und Europaausstellungen.
2009 – der Präsident des Kroatischen Hundeverbandes Damir Skok wird bei der FCI-Generalversammlung in Bratislava als Stellvertreter zum Rechnungsprüfer gewählt
2009 – die Mannschaft des Kroatischen Hundeverbandes, bestehend aus Gmižić, Herak und Pastorčić, wird Weltcupsieger beim St. Hubertus Cup und die kroatische Nationalmannschaft holt den 3. Platz in der Mannschaftswertung für Britische Vorstehhunde bei der Weltmeisterschaft für Vorstehhunde und beim St. Hubertus Cup in Griechenland

Weltcupsieger beim St. Hubertus Cup – die kroatische Mannschaft

2010 – bei ihrer ersten Teilnahme belegt Petra Music in der Slowakei den 2. Platz in der Arbeit bei der Weltmeisterschaft für Vorstehhunde und bei dem St. Hubertus Cup in der Kategorie der Hündinnen. Hari Herak wird Weltmeister in der Einzelwertung für kontinentale Vorstehhunde.
2010 – Damir Skok wird zum Vizepräsidenten der FCI-Sektion Europa gewählt.
30. Dezember 2010 – der kleine Međimurje-Hund, oder Medji, wird als 7. kroatische Hunderasse bei der Sitzung des Exekutivkomitees anerkannt
2011 – die Mannschaft des Kroatischen Hundeverbandes belegt den 1. Platz in der Arbeit bei den Europameisterschaften für Fährtenhunde in Österreich im Oktober
2011 – Kroatien wird Vizeweltmeister in Frankreich beim St. Hubertus Cup bei der Weltmeisterschaft für Vorstehhunde und dem St. Hubertus Cup
08. Oktober 2012 – Herr Damir Skok wird in seinem Amt als Vorstandsmitglied der FCI-Sektion Europa und als Vizepräsident der Sektion Europa bei der Generalversammlung der FCI-Sektion Europa in Bukarest bestätigt
2012 – der HKS belegt den 1. Platz in der Mannschaftswertung bei den Europameisterschaften für Fährtenhunde im Oktober in Österreich
2013 – die 12-jährige Ana Pavlović wird Junioreneuropameisterin bei den European Open Agility in der Schweiz.

Junioreneuropameisterin in Agility 2013, Ana Pavlović

September 2013 – die kroatische Juniorhandlerin Carla Ivančić belegt bei der Europäischen Hundeausstellung in Genf den 3. Platz im Endfinale.
Oktober 2013 – die kroatische Mannschaft holt den Mannschaftstitel und Herr Zdravko Kliček den Einzeltitel bei der Europameisterschaft für Fährtenhunde in Italien.

Europameister 2013 – kroatische Mannschaft für Fährtenhunde

25.-27. Oktober 2013 – 35. Weltmeisterschaft für Vorstehhunde und St. Hubertus Cup finden in Zadar statt. 26 Länder sind am Start, die bisher größte Meldezahl.
Der kroatische Vertreter Davor Gmižić wird Weltmeister beim St. Hubertus Cup und Kroatien kommt in der Mannschaftswertung auf den 2. Platz

Weltmeisterschaft für Vorstehhunde und St. Hubertus Cup – Zadar, 2013

EINHEIMISCHE HUNDERASSEN IN KROATIEN

Die Posavatz-Bracke ist nach Posavina benannt, einer Region, die beiderseits des Save-Flusses liegt. Wie die Mehrheit unserer einheimischen Rassen wird sie in den Schriften des Bistums Djakovo aus dem 14. Jahrhundert erwähnt. Man nimmt an, dass sie von den pannonischen Vorstehhunden der Antike abstammt, die die Kroaten in dieser Region vorgefunden haben. Die ältesten Dokumente beschreiben die Posavatz-Bracke als einen rötlichen Hund mit kurzem Haar, etwa 60 cm groß, mit weißen Abzeichen an Vorgesicht, Hals, Läufen und Rute, die zur Jagd auf jedes Wild verwendet wird. Die Rasse verbreitete sich in ganz Kroatien und wurde 1948 offiziell anerkannt. Heute wird die Posavatz-Bracke als mittelgroßer Hund mit leichtem Körperbau beschrieben, der sehr aktiv und bei der Jagd sehr ausdauernd ist. Der Kopf ist ausgeprägt, lang und okzipital gerundet. Die Ohren sind eng am Kopf hängend, während der Hals gut bemuskelt ist und harmonisch in den Körper übergeht. Der Rücken ist gerade und die Rute spitz zulaufend. Die Farbe ist rötlich-weizenfarben mit Abzeichen an Kopf, Hals, Unterleib, unten an den Gliedmaßen und an der Spitze der Rute. Der Hund wird bei der Jagd aufgrund seines sehr guten Geruchsinns und seiner großen Widerstandsfähigkeit als ein äußerst gewissenhafter Laufhund eingesetzt. Mit seinem sanften Wesen ist er auch als Familienhund geeignet, besonders für Kinder, bei denen er besonders aufmerksam ist.

Posavatz-Bracke

Die Kurzhaarige und die Rauhhaarige Istrianer Bracken sind nach der Halbinsel Istrien benannt. Die Zucht dieser Rassen reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Sie sind in allen kroatischen Regionen verbreitet, wobei sie jedoch hauptsächlich entlang der Küste der Adria zu finden sind.
Im Manuskript von Bischof Bakić aus dem Jahr 1719 werden die Bracken als 45-60 cm große Hunde beschrieben, mit kurzem oder halblangem, weißem Haar mit rötlichen Abzeichen am Körper, die hauptsächlich in den kroatischen Küstenregionen gezüchtet werden. Sie werden als die besten Jagdhunde für dieses felsige Gelände angesehen. Interessanterweise ist dieser Hundetyp auf einem Miniaturmessbuch von 1404 abgebildet.

Die Kurzhaarige Istrianer Bracke wird heute als ein mittelgroßer, gut gebauter Hund beschrieben. Der Kopf ist lang und birnenförmig mit gefalteten Ohren. Der Hals ist mittellang, der Rücken gerade und lang. Das Haarkleid ist kurz, glänzend und hart. Das allgemeine Erscheinungsbild ist kraftvoll. Die charakteristische Farbe der Rasse ist weiß mit hellbraun-orangen Abzeichen, besonders am Kopf.
Die Standardwiderristhöhe beträgt zwischen 45 und 55 cm. Die Kurzhaarige Istrianer Bracke ist ein typischer Laufhund, arbeitet sehr gut allein, aber auch in der Gruppe. Die Rasse eignet sich besonders gut in hartem, felsigem und buschigem Gelände. Sie wurde 1949 offiziell anerkannt.

Kurzhaarige & Rauhhaarige Istrianer Bracke
Kurzhaarige & Rauhhaarige Istrianer Bracke

Die Rauhhaarige Istrianer Bracke hat einen harmonischen und kräftigen Körperbau, der ihr ein leicht robustes Aussehen verleiht. Das Deckhaar ist hart und 5-10 cm lang. Der Körperbau ist etwas breiter und schwerer als bei der Kurzhaarigen Varietät, mit einem kräftigen Kopf, der um den Fang mit einem rauen Schnurrbart bedeckt ist. Die Größe liegt zwischen 48 und 58 cm und die Rasse wurde 1948 offiziell anerkannt. Sie wird für die Jagd in felsigem Gelände sowohl als Laufhund als auch als Schweißhund eingesetzt. Sie spielt eine wichtige Rolle in der Zucht, da die Rasse zur Veredelung einiger anderer Rassen in Italien, Österreich und England eingesetzt wurde.

Dalmatiner

Einige Autoren vermuten, dass der Dalmatiner aus dem alten Ägypten stammt, während andere seine mediterrane Herkunft hervorheben. Die Rasse ist nach der Provinz Dalmatien benannt und wurde im Bistum von Djakovo als Wachhund, Kutschen- und Reiterbegleitung sowie als Jagdhund und für militärische Einsätze systematisch gezüchtet. Laut dem Manuskript von Bischof Bakić von 1719 wurde der Canis Dalmaticus vor allem von der kroatischen Aristokratie, hauptsächlich in Dalmatien, für die Jagd und den Personenschutz in Friedens- und Kriegszeiten gezüchtet. Während der Napoleonischen Kriege verbreitete sich die Rasse in ganz Europa bis nach Großbritannien.

Die FCI hat den Dalmatiner 1955 offiziell anerkannt. Der Rassestandard beschreibt ihn als einen intelligenten, lebendigen, ausdauernden und treuen Hund mit harmonischen Proportionen, typischem weißen Haar und schwarzen oder braunen Tupfen. Er ist der größte der kroatischen Laufhunde mit einer Widerristhöhe von 55 bis 60 cm. In der Vergangenheit wurde die Rasse zu verschiedenen Zwecken eingesetzt, z. B. begleitete sie die Reiter im Militär und stiftete Verwirrung unter den gegnerischen Pferden, fing als schneller Jagdhund die Beute, wurde als persönlicher Schutzhund eingesetzt, oder sogar als Begleithund im Mittelalter für fahrende Schauspieltruppen, die dank der Hunde noch mehr Aufmerksamkeit bekamen. Heute wird der Dalmatiner hauptsächlich als Begleithund eingesetzt, wobei eine weitere Eigenschaft zutage tritt: er folgt seinem Halter überall hin. Die weltweite Beliebtheit der Rasse geht auf den Walt Disney-Film „101 Dalmatiner“ zurück.

Der Kroatische Schäferhund wurde vermutlich von Kroaten aus seiner ursprünglichen Heimat eingeführt. Die Zucht der Rasse reicht bis in die Zeit der Pfahlbauten zurück. Durch seinen außergewöhnlichen Wach- und Hüteinstinkt, seine Genügsamkeit und unglaubliche Intelligenz ist diese Rasse in seiner ursprünglichen Form bis heute erhalten und in ganz Kroatien verbreitet. Der Standard wurde 1969 anerkannt und die Rasse wurde nach dem Land benannt. Heute wird er, neben seiner genetischen Veranlagung zum Hüte- und Treibhund, aufgrund seiner Wendigkeit, seines Geschicks und seiner Schnelligkeit in Agility-Wettkämpfen eingesetzt, wo er hervorragende Ergebnisse erzielt.

Kroatischer Schäferhund

Der Tornjak gehört zu einer Gruppe großer Hunde, deren Verwendung eng mit dem traditionellen ländlichen Bauernleben im Hochgebirge verbunden ist. Es wird vermutet, dass die Rasse – wie alle ähnlichen Rassen – aus der Himalaya-Region stammt und sich dann in ganz Europa verbreitet hat. In einer abgelegenen Region des dalmatischen Inlands und in Herzegowina führte die Kreuzung mit einheimischen Arten zum uns heute bekannten Tornjak. Durch den Rückgang in den Herdenbeständen war diese Rasse dem Untergang geweiht. 1982 wurde in Zagreb ein Stützpunkt zur organisierten Zucht eingerichtet, die mit nur wenigen Hunden anlief, welche die Einwohner der abgelegenen Regionen überlassen hatten.

Der Tornjak ist ein großer und kraftvoller Hund mit langem, festem Haar, das hauptsächlich weiß mit dunklen Abzeichen an Kopf und Körper ist. Er ist ca. 65 bis 70 cm groß und wiegt über 50 kg. Obwohl es ein großer Hund ist, ist er doch äußerst robust, ausdauernd und genügsam. Er macht einen entspannten und ruhigen Eindruck, ist aber sehr entschlossen in der Verteidigung der anvertrauten Herde. Wie seine Name erkennen lässt, war er stets in der Nähe der Herde (tor bedeutet Herde auf Kroatisch), die er vor Angriffen großer Raubtiere, besonders vor Wölfen und Bären, verteidigt. Seit einigen Jahren gibt es in Kroatien ein Programm zur Einführung von Tornjaks als natürlicher Schutz gegen Wolfangriffe auf Herden. Der Rassestandard wurde 2007 anerkannt und von der FCI vorläufig angenommen.

Tornjak

Der Kleine Međimurje-Hund ist die Rasse mit der jüngsten Anerkennung. Der Kroatische Hundeverband hat sie 2010 offiziell als eine einheimische kroatische Hunderasse anerkannt. Es ist aber noch ein langer Weg bis zur internationalen Anerkennung.

Die Rasse wurde über einhundert Jahre im Nordwesten des Landes gezüchtet, in der Region Medimurje. Für gewöhnlich trifft man die Rasse in ländlichen Hinterhöfen als Wachhund und Jäger von Ungeziefer an. Aufgrund dieser Eigenschaften nimmt die Zucht auf modernen Bauernhöfen zu. Aufgrund seiner Größe eignet sich der Hund auch für die Zucht in städtischen Gebieten. Er zählt zu den Lupoiden, hat aufgerichtete Ohren, ist ca. 30 cm groß mit geradem, hartem und kurzem oder mittellangem Haar. Es gibt unterschiedliche Farben, die häufigste Farbkombination ist jedoch braun, schwarz, weiß und grau. Er ist seinem Halter und seiner Familie sehr ergeben und darüber hinaus anhänglich und verspielt im Kontakt mit Kindern. Er ist sehr intelligent und führt mündliche Befehle einwandfrei aus.

Small Međimurje Dog

Obwohl der Kroatische Hundeverband ein relativ kleiner Hundeverband ist, ist er doch sehr stolz auf die Erfolge seiner Mitglieder. Der Kroatische Hundeverband wird sich auch in Zukunft für reinrassige Hunde in Kroatien einsetzen, sowie für die Verbesserung der kynologischen Kultur, Normen und Ethik und für eine verstärkte Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen und Akteuren aus Wirtschaft und Tourismus.

Der Kroatische Hundeverband hat bereits zahlreiche großartige Wettbewerbe ausgerichtet! Und ist für zukünftige wunderbare Veranstaltungen bestens vorbereitet.

Mehr Informationen über den Kroatischen Hundeverband unter: www.hks.hr
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